Glossar

Unter dem Begriff Hardware werden alle physisch existierenden Bestandteile eines Computersystems zusammengefasst. Dazu zählt man in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Hardware-Architektur insbesondere den Zentralprozessor, verschiedene Arten von Speicher sowie die Bussysteme, die die Verbindung zwischen den Einzelkomponenten herstellen. Auch periphere Geräte zur Ein- und Ausgabe von Daten werden als Hardware bezeichnet (Lassmann, 2006).

Kompetenznetzwerke stellen einen Verbund rechtlich eigenständiger Unternehmen. Das Ziel von Kompetenznetzwerken ist es, dass der Kunde das für die jeweilige Aufgabe optimal geeignete Unternehmen schnell ausfindig machen kann. Bei der Betrachtung des Organisationsmodells Kompetenznetzwerk müssen drei verschiedene Rollen unterschieden werden:
1. Anbietende Unternehmen sind potentielle Leistungsträger in einer auftragsspezifischen unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette.
2. Nachfragenden Unternehmen im Sinne von Kunden des Netzwerkes sind Leistungsnachfrager.
3. Der Netzwerkbetreiber ist eine koordinierende Instanz, die beispielweise die informationstechnische Infrastruktur zur Verfügung stellt, jedoch keinen Einfluss auf die Auswahl von Kooperationspartnern nimmt (Schliffenbacher, 2000, S. 57, zitiert nach Rudolfer, 2001).

Menschzentrierte Gestaltung is eine Herangehensweise bei der Gestaltung und Entwicklung von Systemen, die darauf abzielt, interaktive Systeme gebrauchstauglicher zu machen, indem sie sich auf die Verwendung des Systems konzentriert und Kenntnisse und Techniken aus den Bereichen der Arbeitswissenschaft/Ergonomie und der Gebrauchstauglichkeit anwendet (DIN EN ISO 9241-210, 2011, S. 6).

Eine Methode ist eine spezifische und wiederholbare Vorgehensweise, bestehend aus Vorgaben und Regeln, die einen (nachweisbar erfolgversprechenden) Lösungsansatz für ein definiertes Problem beschreibt. Eine Methode strukturiert das Vorgehen (die Aktivitäten) in einem definierten Problembereich und gibt Hinweise zu den zu erstellenden Artefakten (Broy & Kuhrmann, 2013, S. 86).

Software Engineering hat die ingenieurmäßige Entwicklung umfangreicher Softwaresysteme zur Aufgabe und umfasst Vorgehensweisen, Methoden, Beschreibungsmittel, Werkzeuge und Prinzipien für die kostengerechte und die qualitativ angemessene Entwicklung von Softwaresystemen, die in einem organisatorischen oder technischen Rahmen spezifische, an Anwendungen orientierte Aufgabenstellungen zu bewältigen haben (Broy & Kuhrmann, 2013, S. 3, 4).

Software ist ein Sammelbegriff für die Gesamtheit der Programme, die zugehörigen Daten und die notwendige Dokumentation, die es erlauben, mit Hilfe eines Computers Aufgaben zu erledigen (Lassmann, 2006).

Stakeholder sind Personen oder Gruppen, welche auf irgendeine Weise ein Interesse oder eine Beteiligung (engl. stake) am geplanten Produkt haben (Moser, 2012).

Usability (zu Deutsch Gebrauchstauglichkeit) ist das Ausmaß, in dem ein System, ein Produkt oder eine Dienstleistung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um festgelegte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen (DIN EN ISO 9241-210, 2011, S. 7).

Usability-Experte stellt einen Experten auf dem Gebiet der Usability-Evaluation dar (Nielsen, 1994).

Usability-Evaluation stellt einen Prozess dar, in dem Informationen über die Usability des getesteten Produktes gesammelt werden, mit dem Ziel, das Produkt zu bewerten und/ oder zu verbessern (Stone, Jarrett, Woodroffe, & Minocha, 2005).

Usability Engineering umfasst Mittel und Techniken, um bei der Entwicklung neuer Software oder Produkte die angestrebte Benutzbarkeit zu erreichen. Dies beinhaltet die Fragestellung, wer die genaue Benutzergruppe ist, die Analyse der Arbeitsabläufe sowie die Festlegung der idealen Funktionalität und Konzeption einer passenden Benutzerschnittstelle (Richter & Flückiger, 2007).

User Experience umfasst sämtliche Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben und ist eine Folge des Markenbilds, der Darstellung, Funktionalität, Systemleistung, des interaktiven Verhaltens und der Unterstützungsmöglichkeiten des interaktiven Systems, des psychischen und physischen Zustands des Benutzers aufgrund seiner Erfahrungen, Einstellungen, Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit sowie des Nutzungskontextes (DIN EN ISO 9241-210, 2011, S. 7).

Ein Vorgehensmodell stellt eine systematische, ingenieurmäßige und quantifizierbare Vorgehensweise dar, um Aufgaben einer bestimmten Klasse wiederholbar zu lösen (Broy & Kuhrmann, 2013, S. 86).

Quellenverzeichnis

Broy, M., & Kuhrmann, M. (2013). Projektorganisation und Management im Software Engineering. Heidelberg: Springer.
DIN EN ISO 9241-210(2011-01). Ergonomie der Mensch-System-Interaktion. Teil 210: Prozess zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme. Berlin: Beuth.
Lassmann, W. (2006). Wirtschaftsinformatik : Nachschlagewerk für Studium und Praxis. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler.
Moser, C. (2012). User Experience Design. Berlin Heidelberg: Springer.
Nielsen J. (1994). Usability Inspection Methods. New York: John Wiley & Sons.
Richter, M., & Flückiger, M. (2007). Usability Engineering kompakt. Berlin, Heidelberg: Springer.
Rudolfer W. (2001). Eine Methode zur Qualifizierung von produzierenden Unternehmen für Kompetenznetzwerke. München: Herbert Utz Verlag GmbH
Stone, D., Jarrett, C., Woodroffe, M., & Minocha, S. (2005). User Interface Design and Evaluation. San Francisco: Morgan Kaufmann.
 


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